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NIMFUEHR Franz

Prof. Franz Nimführ
Prof. Franz Nimführ (1913-1995)

(AUT)

Prof. Franz Nimführ wurde am 21. Dezember 1913 in Wien geboren. Im Jahr 1928 begann er in der Ju-jitsu-Schule von Leopold Wunsch?, dem Arbeiter Jiu-jitsu- und Boxverein, mit seiner Jiu-jitsu-Ausbildung. Auch er war bei vielen Wettkämpfen erfolgreich. 1930 war er der jüngste Neulingsmeister Europas. 1931 gewann er die „Arbeiterolympiade”. 1935 trat er als Polizeibeamter in die Polizeisportvereinigung Wien ein. Während des Krieges war er auch als Nahkampfausbildner tätig und wurde 1945 in die Amerikanische Armee als Judo-Instruktor aufgenommen. Dort war er, wie er in seinem Buch „Das große Handbuch der Selbstverteidigung” ausführt, der persönliche sportliche Betreuer des Stellvertretenden Hochkomissars General J. Brann.

Franz Nimführ versuchte auch durch die Einbeziehung der Massenmedien für den Sport zu werben und diesen populär zu machen. Er hielt so mehrere Rundfunkvorträge über Judo als „unsichtbare Waffe”. Der erste Vortrag dieser Reihe wurde 1945 vom Sender Salzburg übertragen. Prof. Nimführ war in weiterer Folge maßgeblich bei der Gründung des „Österreichischen Amateur-JUDO-Verbandes (ÖAJV)” beteiligt. Er zählte gemeinsam mit Josef Kühr? und Prosper Buchelle? zu den Proponeten des ÖAJV, dem er in den Jahren 1955 bis 1960 als Präsident vorstand.

1958 wurde er zum „Sportreferenten der Bundespolizei“ und damit zum Lehrbeauftragten des Bundesministeriums für Inneres ernannt. 1973 erhielt er den Titel „Professor“ vom Bundesministerium für Unterricht, Universität Wien, Bundesanstalt für Leibeserziehung, verliehen. Nach seiner Präsidentschaft hat er sich gänzlich aus dem Verbandsgeschehen zurückgezogen, sodass mehr als 30 Jahre kein Kontakt zu ihm bestand. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, weiter seinen Sport zu pflegen. Er erhielt sogar den hachi-dan (8. Dan), wurde mit dem Titel eines Shihan ausgezeichnet und erhielt von der japanischen Regierung und vom Kaiser „auf Grund seiner unermüdlichen Bemühungen um die Verbreitung des Judosports und seines beispiellosen Wirkens für den Austausch von Judosportlern zwischen Japan und Österreich“ den hohen Orden „Heiligen Schatz am Band, goldene Strahlen“ verliehen. Prof. Franz Nimführ verstarb am 20. Mai 1995 im 82. Lebensjahr.

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Zuletzt geändert am 22.01.2012 12:58 Uhr | Seitenaufrufe: seit 03.10.2013